Kategorie: Hexen

  • Abstract Die Entstehungsgeschichte der Elwedritsch ist bislang vor allem aus sprach-, volkskundlichen und regionalgeschichtlichen Perspektiven untersucht worden. Der vorliegende Beitrag prüft, welchen zusätzlichen Erkenntnisgewinn Rudolf Simeks Monographie Dämonen, Teufel, Hexenglaube. Böse Geister im europäischen Mittelalter (2023) für eine kognitiv-evolutionäre Rekonstruktion der Elwedritsch bietet. Im Zentrum steht nicht die Annahme einer direkten historischen Abstammung der Elwedritsch…

  • Zusammenfassung Der sogenannte Canon Episcopi, erstmals um 906 im Sendhandbuch Reginos von Prüm sicher überliefert, gehört zu den wichtigsten Texten für die Geschichte des europäischen Hexen- und Nachtglaubens. Er berichtet von Frauen, die glauben, nachts mit der heidnischen Göttin Diana und einer großen Schar anderer Frauen auf Tieren durch die Nacht zu reiten. Bemerkenswert ist…

  • Der Malleus maleficarum, die Katzenverwandlung und der Alb-Mahr-Druden-Komplex Zusammenfassung Martin Luthers Verhältnis zu Hexerei und Dämonologie lässt sich weder als einfache Übernahme der spätmittelalterlichen Hexendämonologie noch als skeptische Zurückweisung des Hexenglaubens charakterisieren. Luther hielt Hexerei, Teufel und dämonisch verursachten Schadenszauber für real und leitete daraus insbesondere in seiner Predigt vom 6. Mai 1526 die Legitimität…

  • Dämonologie, Tiergestalt und der Alb-Mahr-Druden-Komplex 1. Einleitung Der Malleus maleficarum, der Hexenhammer des Heinrich Institoris, gehört zu den einflussreichsten dämonologischen Schriften des späten Mittelalters. Das zwischen 1485 und 1487 entstandene Werk verbindet scholastische Theologie, kanonistisches Wissen, ältere kirchliche Dämonologie und Berichte aus der zeitgenössischen Inquisitionspraxis zu einem umfassenden System der Hexerei. Für die Geschichte des…

  • De crimine magiae (1701) zwischen Dämonologie, Aberglaubenskritik und Frühaufklärung Abstract Christian Thomasius’ De crimine magiae von 1701 markiert einen wichtigen Einschnitt in der Geschichte der frühneuzeitlichen Hexereikritik. Die Schrift verwirft nicht lediglich die Beweisführung der Hexenprozesse, sondern bestreitet die Existenz desjenigen crimen magiae, das die zeitgenössische Strafrechtslehre als Verbrechen der Zauberei konstruierte. Thomasius unterscheidet sich…