Elwedritsche
Ursprung, Geschichte & Bräuche
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- Elwedritsch und Drude – Wie der etymologische Ansatz von Albert Becker (1925) und die lexikalische Überlieferung im Wörterbuch der Banater Mundarten (ca. 1900 – 1960er) die These der Verbindung beider Begriffe gegenseitig verstärken
- Die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen
- Von der Drude zur Elwedritsche
- Von der „Drude“ über „Drutschel“ zu „Drutsch/Dritsch“ – Eine linguistische Prüfung des HADD-CCT-BVT-Modells
- Die Harpyie in der Mythologie – und weshalb sie nichts mit Elwedritsche verbindet
Kategorie: Albe
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Der Münchener Nachtsegen und seine europäischen Parallelen
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1. Einleitung Nächtliche Angst- und Druckerfahrungen gehören zu den universellen menschlichen Grenzerlebnissen. In vormodernen Gesellschaften wurden diese Erfahrungen nicht als rein physiologische oder psychische Zustände interpretiert, sondern als Eingriffe äußerer, intentional handelnder Mächte. Der deutschsprachige Kulturraum entwickelte hierfür ein komplexes System nächtlicher Wesen, unter denen Alb, Mahr und Drude die prominentesten sind. Der vorliegende Artikel…
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Abstract Der vorliegende Beitrag untersucht die Herkunft der pfälzischen Elwedritsche unter einer sprachhistorisch und kulturanthropologisch geeinten Perspektive. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die Wort- und Vorstellungsgeschichte der Elwedritsche auf die germanische Tradition von Alb/Alp und Drude zurückgeführt werden kann. Der Aufsatz integriert drei unabhängige und sich gegenseitig verstärkende Befundgruppen: (1) Linguistische Evidenz, welche die…
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Michael Werner, Ober-Olm Abstract Der vorliegende Beitrag untersucht die Hypothese, dass die indoeuropäischen Migrationen des 4.–2. Jahrtausends v. Chr., die aus der südkaukasisch–nordiranischen Zone nach Anatolien und Europa vordrangen, nicht nur Sprachstrukturen, sondern auch grundlegende semantische Konzepte transportierten. Unter diesen Konzepten nimmt die Figur eines nächtlichen Druckwesens, das die Symptome der Schlafparalyse kulturell personifiziert, eine…
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Einleitung Die Gestalt der Drude ist ein zentrales Element des deutschsprachigen Dämonenglaubens und der Volksmythologie. Im Spannungsfeld zwischen Schlafphänomen, Dämonologie und historischer Rechtspraxis (z. B. der Hexenprozesse) verankert, gewährt die Drude Einblicke in die mentalen und soziokulturellen Bedingungen früherer Epochen. Dieser Artikel untersucht die Drude – ihre Herkunft, Funktion, Gestaltwandlung, die Unterscheidung zu Hexen, ihre Rolle…