Dämonologische Vorstellungen, Schlafphänomene, Tierverwandlungen und apotropäische Praktiken als historische Vergleichsquellen für die Elwedritschforschung

Johannes Praetorius: Anthropodemus Plutonicus

Abstract

Johannes Praetorius‘ zweibändiges Werk Anthropodemus Plutonicus (1666/1667) gehört zu den bemerkenswerten frühneuzeitlichen Sammlungen über außergewöhnliche Menschen, übernatürliche Wesen und volkstümliche Glaubensvorstellungen. Für die historische Erforschung der Elwedritsch ist das Werk besonders aufschlussreich, weil es unterschiedliche Erscheinungsformen des Alp- und Nachtmahrkomplexes dokumentiert. Praetorius behandelt die Bezeichnungen Alp, Alb, Elve und Trutte, beschreibt nächtliche körperliche Bedrängnis, überliefert Vorstellungen ausfahrender menschlicher Seelen in Tiergestalt und berichtet über Schutzhandlungen gegen nächtliche Wesen.

Von besonderer Bedeutung sind seine eigenen Reflexionen über die Entstehung und Stabilisierung dämonologischer Deutungen körperlicher Schlafphänomene. Der Verfasser schildert, wie ihm als Kind eine nächtliche Erfahrung als Angriff einer Mare erklärt worden sei, und formuliert die bemerkenswerte Beobachtung: „Der Glaube bestätigte den Wahn.“

Der Beitrag untersucht diese Überlieferungen im Hinblick auf den kognitiv-evolutionären Ansatz der Elwedritschforschung. Dabei wird zwischen historischen Quellenbelegen, vergleichenden Motivbeobachtungen und hypothetischen kulturgeschichtlichen Verbindungslinien unterschieden. Praetorius liefert keinen unmittelbaren Herkunftsnachweis für die Elwedritsch. Er dokumentiert jedoch ein historisches Repertoire an Vorstellungen und Praktiken, das für die Untersuchung der Entstehungsbedingungen regionaler Nachtgestalten von erheblicher Bedeutung ist.

Schlüsselwörter: Johannes Praetorius, Anthropodemus Plutonicus, Alp, Trud, Trutte, Elve, Elbe, Nachtmahr, Seelenwanderung, Tierverwandlung, Schlafparalyse, apotropäische Rituale, Elwedritsch, kognitiv-evolutionärer Ansatz.

1. Einleitung: Praetorius als Quelle der historischen Dämonen- und Nachtwesenforschung

Die Erforschung regionaler Sagengestalten steht vor einem methodischen Problem: Überlieferte Namen und Figuren werden häufig als eigenständige, zeitlich stabile Wesen behandelt. Dabei können sich hinter ähnlichen Bezeichnungen sehr unterschiedliche Vorstellungen verbergen. Umgekehrt können verschiedene Namen auf verwandte Erfahrungen, Deutungsmuster und kulturelle Praktiken zurückgehen.

Johannes Praetorius (1630–1680) bietet mit seinem Anthropodemus Plutonicus einen besonders geeigneten Zugang zu diesem Problem.

Das Werk erschien 1666 und 1667 in Magdeburg bei Johann Lüderwald. Es handelt sich um eine umfangreiche Sammlung von Vorstellungen über außergewöhnliche Menschen und übernatürliche Erscheinungen. Der erste Teil umfasst unter anderem die Alpmännchen, Schrötel und Nachtmähren; der zweite Teil erweitert die Sammlung um weitere dämonologische und wundersame Erscheinungen.

Der erste Teil beginnt bereits mit einer bemerkenswerten Systematisierung unterschiedlicher Erscheinungsformen. Die Bezeichnung „Alpmännergen, Schröteln, Nachtmähren“ steht im Titel an erster Stelle. Damit wird die Alpvorstellung nicht als isoliertes Einzelmotiv behandelt, sondern als Teil eines umfassenderen Komplexes.

Für die Elwedritschforschung sind insbesondere vier Aspekte relevant:

  1. Die sprachliche Verbindung von Alp, Elve und Trutte.
  2. Die Beschreibung körperlicher Erfahrungen während des Schlafes.
  3. Die Vorstellung einer ausfahrenden menschlichen Seele, die Tiergestalt annimmt.
  4. Die Verwendung von Schutzzeichen und Abwehrhandlungen gegen nächtliche Wesen.

Diese Aspekte ermöglichen einen Vergleich mit denjenigen kulturellen Mechanismen, die im kognitiv-evolutionären Ansatz als mögliche Voraussetzungen der Entstehung und Transformation regionaler Nachtgestalten untersucht werden.

2. Alp, Alb, Elve und Trutte: ein historischer Namenskomplex

2.1 Die Zusammenstellung unterschiedlicher Bezeichnungen

Eine der wichtigsten Stellen befindet sich im ersten Teil, Kapitel I, auf den gedruckten Seiten 2–3.

Praetorius behandelt dort die Alpmännchen und führt verschiedene Bezeichnungen und Vergleichsnamen zusammen. Dazu gehören unter anderem:

  • Alp und Alb;
  • Elve;
  • Incubus;
  • Epialtes beziehungsweise Ephialtes;
  • Lamia;
  • Mare beziehungsweise Nachtmäre;
  • Schröttlein;
  • Trutte.

Diese Zusammenstellung ist für die historische Begriffs- und Motivforschung besonders wichtig.

Praetorius präsentiert nicht einfach eine Reihe beliebiger Fantasiewesen. Er stellt Bezeichnungen zusammen, die in unterschiedlichen sprachlichen und gelehrten Traditionen mit nächtlicher Bedrängnis und übernatürlichen Einwirkungen verbunden waren.

Die historische Bedeutung liegt darin, dass sich bereits im 17. Jahrhundert eine vergleichende Betrachtung solcher Erscheinungen beobachten lässt.

Dabei ist eine methodische Einschränkung notwendig: Die Zusammenstellung belegt eine gelehrte Vergleichsordnung des Autors. Sie beweist nicht, dass sämtliche genannten Wesen in der regionalen Volksüberlieferung als identisch galten.

Gerade diese Unterscheidung ist für die Elwedritschforschung wichtig. Ähnliche Namen und Motive können auf gemeinsame kulturelle Voraussetzungen hinweisen, ohne dass eine direkte genealogische Abstammung nachgewiesen wäre.

2.2 Die Trutte und der Truttenfuß

Albfuß/Truttenfuß

Eine weitere aufschlussreiche Passage findet sich im ersten Teil auf Seite 5.

Praetorius behandelt dort ein Schutzzeichen, das als Truttenfuß bezeichnet wird. Er schreibt:

„Gleich also hat auch außgesehen der Druyden Schuch / in gemein Truttenfuß genannt.“

(Praetorius, 1666, Teil I, S. 5)

Praetorius verbindet die Bezeichnung mit einem fünfzackigen Zeichen, das an Kinderwiegen angebracht worden sei, um Nachtgespenster abzuwehren.

Seine Herleitung aus einem angeblich alten Druidenzeichen ist historisch nicht als gesichert anzusehen. Entscheidend ist zunächst die von ihm dokumentierte Verbindung zwischen:

  • Trutte;
  • Nachtgespenstern;
  • Kinderwiegen;
  • einem symbolischen Schutzzeichen.

Damit wird deutlich, dass der Glaube an nächtliche Wesen nicht nur in Erzählungen existierte, sondern auch in Gegenständen und Schutzpraktiken seinen Ausdruck fand.

Für die Elwedritschforschung ist dieser Zusammenhang besonders interessant, weil er eine Brücke zwischen dämonologischer Vorstellung und ritualisierter Handlung sichtbar macht.

Die Vorstellung eines nächtlichen Wesens erzeugt ein praktisches Bedürfnis nach Schutz. Der Schutz wiederum stabilisiert die Vorstellung des Wesens innerhalb einer kulturellen Gemeinschaft.

2.3 Die Bedeutung der sprachlichen Varianten

Die Verbindung von Alp, Alb, Elve und Trutte sollte nicht als Beweis für eine einzige ursprüngliche Gestalt missverstanden werden.

Vielmehr zeigt sich ein historischer Vorstellungsraum, in dem unterschiedliche Namen, Funktionen und Erscheinungsformen miteinander verbunden werden konnten.

Für die Erforschung der Elwedritsch ergibt sich daraus eine wichtige methodische Konsequenz:

Die Untersuchung darf sich nicht allein auf die Frage konzentrieren, wann der Name Elwedritsch erstmals erscheint. Ebenso wichtig ist die Frage, welche älteren Vorstellungs- und Handlungsmuster in späteren regionalen Gestalten weiterleben könnten.

3. Der Alp als körperliche Erfahrung: Schlaf, Angst und kulturelle Deutung

3.1 Praetorius‘ physiologische Erklärung

Besonders bemerkenswert ist der erste Teil, Seiten 24–26.

Praetorius beschreibt dort die körperlichen Erscheinungen, die mit dem Alp verbunden werden. Er behandelt unter anderem:

  • das Gefühl eines Druckes auf der Brust;
  • eingeschränkte Bewegungsfähigkeit;
  • Atembeschwerden;
  • die Unfähigkeit, sich bemerkbar zu machen;
  • beängstigende Wahrnehmungen während des Schlafes.

Er versucht, diese Erfahrungen nicht ausschließlich dämonologisch, sondern auch körperlich zu erklären. Dabei diskutiert er die Rückenlage und körperliche Vorgänge, die während des Schlafes beängstigende Vorstellungen hervorrufen können.

Das ist bemerkenswert, weil Praetorius innerhalb eines Werkes über übernatürliche Erscheinungen eine natürliche Erklärung für bestimmte vermeintlich übernatürliche Erlebnisse entwickelt.

Er steht damit in einer frühneuzeitlichen Tradition, in der gelehrte Dämonologie, medizinische Erklärung und kritische Auseinandersetzung mit dem Volksglauben nebeneinander existieren.

3.2 Der autobiografische Bericht

Noch wichtiger ist sein persönlicher Erfahrungsbericht auf den Seiten 30–33.

Praetorius schildert, dass er als Kind selbst nächtliche Erfahrungen gemacht habe, die er zunächst nicht erklären konnte. Menschen aus seinem Umfeld hätten ihm gesagt, die Mare sei über ihn gekommen.

Besonders bemerkenswert ist seine rückblickende Formulierung:

„Der Glaube bestätigte den Wahn.“

(Praetorius, 1666, Teil I, S. 30–33)

Diese kurze Aussage besitzt eine erhebliche wissenschaftliche Aussagekraft.

Praetorius beschreibt einen Vorgang, der sich folgendermaßen rekonstruieren lässt:

  1. Ein Mensch erlebt eine körperlich und psychisch beängstigende Situation.
  2. Das soziale Umfeld stellt eine übernatürliche Erklärung bereit.
  3. Die Erklärung wird übernommen und beeinflusst die Interpretation der Erfahrung.
  4. Die wiederholte Bestätigung durch andere stabilisiert die Deutung.
  5. Eine spätere alternative Erklärung kann die bisherige Interpretation infrage stellen.

Praetorius beobachtet damit einen Zusammenhang zwischen subjektiver Erfahrung, sozialer Kommunikation und kulturell verfügbarer Erklärung.

3.3 Bedeutung für die moderne Kognitionswissenschaft

Die beschriebenen Erfahrungen lassen sich mit dem heutigen Phänomen der Schlafparalyse vergleichen.

Bei einer Schlafparalyse kann es zu einer vorübergehenden Bewegungsunfähigkeit beim Einschlafen oder Aufwachen kommen. Häufig treten intensive Angst und das Gefühl einer fremden Präsenz auf.

Der historische Alb oder Nachtmahr kann deshalb als kulturelle Interpretation bestimmter körperlicher und wahrnehmungsbezogener Erfahrungen untersucht werden.

Hier ist eine Verbindung zum Hyperactive Agency Detection Device (HADD) möglich.

Das Konzept beschreibt die menschliche Neigung, bei mehrdeutigen Wahrnehmungen eine handelnde Ursache beziehungsweise einen Akteur zu vermuten.

Eine beängstigende körperliche Erfahrung kann dadurch als Einwirkung eines fremden Wesens interpretiert werden.

Praetorius liefert hierfür einen besonders interessanten historischen Beobachtungsfall: Er dokumentiert nicht nur eine übernatürliche Erklärung, sondern reflektiert ausdrücklich, wie diese Erklärung durch den Glauben anderer Menschen bestätigt wird.

Allerdings darf Praetorius nicht nachträglich zum Vertreter einer modernen kognitionswissenschaftlichen Theorie erklärt werden. Seine Beobachtung ist ein historischer Quellenbeleg; die theoretische Einordnung erfolgt erst durch die heutige Forschung.

Für den kognitiv-evolutionären Ansatz ist diese Passage eine der stärksten Stellen des gesamten Werkes.

4. Die Truyd als ausfahrende Seele: Mensch, Geist und nächtlicher Akteur

4.1 Die Truyd oder der Alp

Eine zentrale Passage findet sich im zweiten Teil, Kapitel XIII, „Von Nacht-Mahrs-Menschen“, auf Seite 159.

Praetorius verwendet dort ausdrücklich die Verbindung:

„Truyd oder Alp / der einen die Nacht reitet und drücket“

(Praetorius, 1667, Teil II, S. 159)

Die Formulierung ist aus mehreren Gründen bemerkenswert.

Erstens werden Truyd und Alp als alternative Bezeichnungen miteinander verbunden.

Zweitens wird das Wesen durch seine nächtliche Handlung charakterisiert: Es reitet und drückt den Menschen.

Drittens führt Praetorius eine regionale Vorstellung aus der Gegend von Saalfeld an, nach der die Truyd beziehungsweise der Alp mit dem Geist oder der Seele eines anderen Menschen verbunden sein könne.

Der nächtliche Angreifer ist demnach nicht unbedingt ein eigenständiges übernatürliches Wesen. Er kann auch als die ausfahrende Seele eines lebenden Menschen verstanden werden, der seinem Opfer feindlich gesinnt ist.

Das ist ein wichtiger Unterschied zwischen zwei Erklärungsmodellen:

  • Das dämonologische Modell nimmt ein eigenständiges übernatürliches Wesen an.
  • Das Seelenwanderungsmodell erklärt die Erscheinung durch die nächtliche Aktivität eines menschlichen Akteurs.

Praetorius dokumentiert beide Erklärungsebenen innerhalb desselben Themenkomplexes.

4.2 Die soziale Dimension der Bedrohung

Die Truyd ist in dieser Überlieferung nicht nur eine unbestimmte nächtliche Gefahr. Sie wird mit menschlicher Feindschaft verbunden.

Das ist kulturwissenschaftlich interessant, weil eine diffuse körperliche Bedrohung dadurch eine soziale Identität erhält.

Die Erklärung lautet nicht mehr lediglich: Ein Wesen drückt mich nachts.

Sie lautet vielmehr: Ein bestimmter Mensch beziehungsweise dessen Seele sucht mich nachts heim.

Damit wird die nächtliche Erfahrung in ein Modell sozialer Beziehungen integriert.

Für die kognitiv-evolutionäre Betrachtung ergibt sich eine zusätzliche Dimension: Die Zuschreibung einer handelnden Ursache kann nicht nur übernatürlich, sondern auch interpersonal erfolgen.

4.3 Tiergestalt und Seelenwanderung

Besonders aufschlussreich sind die anschließenden Erzählungen auf den Seiten 160–161.

Praetorius berichtet von zwei Mägden, bei denen im Zusammenhang mit nächtlichen Vorgängen schwarzer Rauch aus dem Hals entwichen sein soll.

Eine weitere Erzählung handelt von einer Magd, aus deren Mund im Schlaf eine mausähnliche Gestalt hervorgetreten sei.

Diese Gestalt habe den Körper verlassen, sich andernorts aufgehalten und anschließend zurückkehren können.

Die Erscheinung wird mit dem nächtlichen Bedrücken anderer Menschen verbunden.

Die Erzählung dokumentiert eine Vorstellung, in der die menschliche Seele während des Schlafes eine andere Gestalt annehmen und eigenständig handeln kann.

Das Motiv ist besonders bemerkenswert, weil es mehrere kulturelle Vorstellungen miteinander verbindet:

  1. Der menschliche Körper bleibt schlafend zurück.
  2. Eine nichtkörperliche oder verwandelte Gestalt verlässt ihn.
  3. Diese Gestalt kann sich außerhalb des Körpers bewegen.
  4. Sie kann anderen Menschen Schaden zufügen.
  5. Sie kehrt anschließend in den Körper zurück.

Hier wird die Grenze zwischen Mensch, Tier und Geist durchlässig.

4.4 Die Maus als Erscheinungsform

Die Maus ist in diesem Zusammenhang nicht bloß ein beliebiges Tier.

Sie ist eine Gestalt, die klein genug ist, um unbemerkt durch Öffnungen zu gelangen, und die sich in der nächtlichen Umgebung bewegen kann.

Damit wird ein unscheinbares Tier zum Träger einer übernatürlichen Handlung.

Eine ähnliche Erzählung findet sich bereits im ersten Teil auf den Seiten 42–43. Praetorius berichtet dort von einer roten Maus, die mit der ausfahrenden Seele einer schlafenden Magd verbunden wird.

Auch hier wird die Rückkehr beziehungsweise die Gefährdung des menschlichen Körpers thematisiert.

Die beiden Erzählungen zeigen, dass Praetorius das Motiv nicht nur als isolierte Kuriosität wiedergibt, sondern in einem größeren Zusammenhang nächtlicher Seelenwanderung behandelt.

Quellenkritische Einschränkung: Die Mausgeschichten sind Erzählüberlieferungen, keine empirischen Nachweise für Seelenwanderung. Ihr Wert liegt darin, dass sie dokumentieren, welche Erklärungsmodelle im 17. Jahrhundert erzählerisch verfügbar waren.

5. Apotropäische Praktiken: Wie Menschen sich gegen den Alp schützten

Die Darstellung der Alp- und Trudvorstellungen wäre unvollständig, wenn man nur die übernatürlichen Wesen betrachten würde.

Praetorius dokumentiert im zweiten Teil, Seiten 161–163, auch eine Reihe von Schutz- und Abwehrhandlungen.

Sie sind besonders wertvoll, weil sie die praktische Seite des Glaubens sichtbar machen.

5.1 Das Feuergefäß

Praetorius beschreibt das Aufstellen eines Feuergefäßes als Schutzmaßnahme gegen den Nachtmahr.

Das Feuer beziehungsweise die Lichtquelle wird damit in einen Zusammenhang mit der Abwehr nächtlicher Bedrohung gestellt.

Für die Kulturgeschichte ist interessant, dass eine konkrete Handlung mit einer bestimmten Erwartung verbunden wird: Das nächtliche Wesen soll durch die Maßnahme ferngehalten werden.

5.2 Der Daumen in der Hand

Eine weitere überlieferte Schutzhandlung besteht darin, den Daumen in die Hand einzuschlagen.

Praetorius beschreibt dies als Mittel gegen den Alp.

Hier handelt es sich um eine körperliche Schutzgeste, deren Wirkung nicht durch eine physikalische Abwehr erklärt wird, sondern durch eine überlieferte symbolische Bedeutung.

Solche Gesten sind für die Erforschung volkstümlicher Magie besonders wichtig, weil sie zeigen, wie kulturelle Vorstellungen in alltägliche Körperpraktiken übersetzt werden.

5.3 Das Kreuzzeichen an der Kinderwiege

Die Schutzhandlungen an Kinderwiegen sind besonders bemerkenswert.

Praetorius verbindet das Wickeln beziehungsweise die Versorgung eines Kindes mit einer religiösen Schutzgeste.

Das Kreuzzeichen soll verhindern, dass der Alp das Kind erneut bedrängt.

Hier treffen zwei Erklärungssysteme aufeinander:

  • die Vorstellung eines nächtlichen übernatürlichen Angreifers;
  • die christliche Schutzsymbolik.

Die religiöse Handlung übernimmt damit eine apotropäische Funktion.

5.4 Der Pferdeschädel als Schutzmittel

Besonders interessant ist die Verwendung von Pferdeschädeln.

Praetorius berichtet von ihrer Verwendung zur Abwehr des Albs. Auch das Einlegen eines Pferdeschädels in die Futterkrippe wird als Schutzmaßnahme gegen nächtliches Reiten an Pferden überliefert.

Diese Stelle erweitert den Themenkomplex erheblich.

Der Alp ist demnach nicht nur eine Gefahr für schlafende Menschen. Auch Tiere können zum Gegenstand nächtlicher Bedrängnis werden.

Das ist für eine vergleichende Untersuchung von Nachtmahrvorstellungen besonders interessant.

5.5 Totenknochen und Viehschutz

Praetorius erwähnt darüber hinaus Totenknochen, die an Zäunen befestigt werden, um Vieh vor Krankheiten zu schützen.

Hier handelt es sich nicht mehr ausschließlich um die Abwehr des Albs. Vielmehr dokumentiert die Passage ein umfassenderes System volkstümlicher Schutzvorstellungen.

Die gemeinsame Struktur ist jedoch erkennbar: Ein Gegenstand mit besonderer symbolischer Bedeutung soll eine unsichtbare Gefahr kontrollieren.

5.6 Die Bedeutung für die Ritualforschung

Diese Beispiele sind für die Elwedritschforschung aus einem besonderen Grund relevant.

Sie zeigen, dass übernatürliche Wesen nicht allein durch Erzählungen kulturell existieren. Sie sind mit Handlungen, Gegenständen, Regeln und sozialen Erwartungen verbunden.

Damit entsteht ein Zusammenhang zwischen:

  • Wahrnehmung einer Bedrohung;
  • kultureller Erklärung;
  • symbolischer Abwehr;
  • gemeinschaftlicher Weitergabe;
  • Wiederholung der Schutzhandlung.

Diese Verbindung ist für den CCT-Baustein (Compensatory Control Theory) des kognitiv-evolutionären Ansatzes anschlussfähig.

Die Theorie beschreibt, wie Menschen durch symbolische Systeme, Rituale und Vorstellungen von Ordnung auf Erfahrungen mangelnder Kontrolle reagieren können.

Praetorius liefert historische Vergleichsbeispiele für solche Praktiken. Eine unmittelbare Anwendung der modernen Theorie auf sämtliche von ihm erwähnten Handlungen wäre allerdings zu weitgehend.

6. Elben und Elven: eine notwendige begriffliche Differenzierung

Neben dem Alp- und Trudkomplex behandelt Praetorius im ersten Teil, Kapitel IV, auf den gedruckten Seiten 206–208, die sogenannten Elben.

Die Kapitelüberschrift lautet:

„Von Drachen-Kindern / oder Teuffels-Brut / Hengers-Gezüchte / Elven / bösen Dingern / Hexen-Geburt.“

(Praetorius, 1666, Teil I, Kap. IV, S. 206)

Die Elven werden hier in einen ausgesprochen dämonologischen Zusammenhang gestellt.

Praetorius berichtet von Vorstellungen, nach denen solche Wesen als Nachkommen oder Erzeugnisse dämonischer Verbindungen verstanden werden.

Die Beschreibungen umfassen unterschiedliche tierähnliche und monströse Gestalten, darunter wurm- und raupenartige Wesen sowie fliegenähnliche Erscheinungen.

Dabei stützt sich Praetorius auf ältere dämonologische Autoren und Prozessüberlieferungen.

6.1 Zwei unterschiedliche Bedeutungsfelder

Für die Elwedritschforschung ist es wichtig, zwei Begriffsbereiche auseinanderzuhalten:

Alp- und TrudkomplexElbenkomplex
Nächtliches BedrückenDämonische Abstammung
Schlaf und TraumHexen- und Teufelsvorstellungen
SeelenwanderungMonströse Gestalten
Körperliche ErfahrungenDämonologische Deutung
SchutzritualeHexen- und Teufelsliteratur

Die Gemeinsamkeit besteht zunächst nur darin, dass beide Bereiche im weiteren frühneuzeitlichen Wissenssystem über übernatürliche Wesen angesiedelt sind.

Eine unmittelbare Gleichsetzung wäre methodisch nicht vertretbar.

6.2 Bedeutung für die Elwedritschforschung

Die historische Bedeutung der Elven-Stelle liegt vor allem darin, dass sie die Vielfalt der Vorstellungen dokumentiert, die mit ähnlichen Wortstämmen verbunden sein konnten.

Die Namensähnlichkeit zwischen Elve beziehungsweise Elbe und Elwedritsch ist eine Untersuchungshypothese, kein etymologischer Beweis.

Für eine belastbare Herkunftsargumentation müssten zusätzlich historische Lautformen, regionale Verbreitungsgebiete, Sprachkontakte und zeitlich nachvollziehbare Überlieferungswege untersucht werden.

Gerade die Unterscheidung zwischen sprachlicher Nähe und nachweisbarer Traditionskontinuität ist entscheidend.

7. Praetorius im Rahmen des kognitiv-evolutionären Ansatzes

Die Bedeutung des Anthropodemus Plutonicus geht über die bloße Sammlung historischer Dämonenvorstellungen hinaus.

Das Werk dokumentiert mehrere Mechanismen, die für die Entstehung und kulturelle Veränderung von Nachtgestalten relevant sein können.

7.1 HADD: Die Zuschreibung eines handelnden Akteurs

Der HADD-Ansatz erklärt, warum mehrdeutige Wahrnehmungen als Handlungen eines fremden Akteurs interpretiert werden können.

Praetorius beschreibt genau einen solchen kulturellen Zusammenhang.

Ein Mensch erlebt eine beängstigende körperliche Situation. Das Umfeld deutet diese als Angriff einer Mare oder eines Albs.

Die Erfahrung wird dadurch mit einer handelnden Ursache verbunden.

Besonders wichtig ist Praetorius‘ autobiografische Beobachtung:

„Der Glaube bestätigte den Wahn.“

(Praetorius, 1666, Teil I, S. 30–33)

Diese Aussage lässt sich als historische Beschreibung der sozialen Stabilisierung einer übernatürlichen Deutung lesen.

7.2 CCT: Symbolische Kontrolle und Schutzhandlungen

Die zahlreichen Abwehrhandlungen zeigen, wie Menschen auf die angenommene Bedrohung reagieren.

Feuergefäße, Kreuzzeichen, Körpergesten und besondere Gegenstände werden eingesetzt, um den nächtlichen Angreifer fernzuhalten.

Das lässt sich mit der Compensatory Control Theory vergleichen.

Die Menschen stellen durch symbolische Handlungen eine Form von Kontrolle über eine ansonsten unberechenbare Bedrohung her.

7.3 BVT: Von der Bedrohung zur humorvollen Grenzüberschreitung

Praetorius selbst dokumentiert noch keine humorvolle Elwedritschjagd.

Seine Beschreibungen gehören überwiegend in eine ernsthafte, teilweise religiös und dämonologisch geprägte Vorstellungswelt.

Für die spätere Elwedritschentwicklung ist dennoch eine wichtige Frage erkennbar:

Wie können bedrohliche Wesen ihre ursprüngliche Gefährlichkeit verlieren und in eine spielerische oder humoristische Kulturform übergehen?

Die Benign Violation Theory bietet hierfür einen möglichen Erklärungsrahmen.

Eine zunächst bedrohliche Vorstellung kann unter veränderten sozialen Bedingungen in eine kontrollierte Grenzüberschreitung überführt werden. Die Angst wird dann nicht mehr nur erlebt, sondern spielerisch inszeniert.

Praetorius ist hierfür ein Beleg der älteren Bedrohungs- und Deutungswelt, nicht der späteren humoristischen Transformation.

7.4 IRC: Von der Einzelvorstellung zum gemeinschaftlichen Ritual

Die bei Praetorius beschriebenen Schutzhandlungen sind überwiegend individuelle oder haushaltsbezogene Praktiken.

Sie zeigen jedoch bereits, dass Vorstellungen von Nachtwesen in wiederholbare Handlungen übersetzt werden.

Der Ansatz der Interaction Ritual Chains kann daran anschließend untersuchen, wie solche Vorstellungen in gemeinschaftliche Rituale eingebettet und weitergegeben werden.

Für die Elwedritschjagd wäre insbesondere zu untersuchen, wie aus einer Vorstellung von einem schwer fassbaren Wesen ein gemeinschaftliches Jagd- und Suchritual werden konnte.

Eine direkte historische Verbindung zwischen den von Praetorius beschriebenen Abwehrpraktiken und der pfälzischen Elwedritschjagd ist bislang nicht nachgewiesen.

7.5 DIT: Kulturelle Weitergabe und Veränderung

Die Dual Inheritance Theory bildet den übergeordneten Rahmen.

Die von Praetorius dokumentierten Vorstellungen können als kulturelle Informationen verstanden werden, die über Erzählungen, soziale Kommunikation, religiöse Praktiken und regionale Traditionen weitergegeben werden.

Dabei können sich einzelne Elemente verändern:

  • Bezeichnungen;
  • Gestalten;
  • Funktionen;
  • Erklärungen;
  • Rituale;
  • emotionale Bewertungen.

Die Weitergabe muss nicht bedeuten, dass eine Figur über Jahrhunderte unverändert erhalten bleibt.

Vielmehr können einzelne Motive neu kombiniert und unter veränderten kulturellen Bedingungen umgedeutet werden.

Gerade diese Perspektive ist für die Elwedritschforschung von Bedeutung.

8. Historische Einordnung: Was Praetorius tatsächlich belegt – und was nicht

Für eine wissenschaftlich belastbare Verwendung des Werkes ist eine Differenzierung der Belegqualität erforderlich.

8.1 Unmittelbar dokumentierte Überlieferungen

Folgende Aussagen lassen sich als historische Zeugnisse bei Praetorius festhalten:

AussageFundstelleBelegcharakter
Zusammenstellung von Alp, Alb, Elve und TrutteTeil I, S. 2–3Namens- und Motivvergleich
Truttenfuß als SchutzzeichenTeil I, S. 5Bericht über Schutzpraxis
Körperliche Beschreibung des AlpdrückensTeil I, S. 24–26Zeitgenössische Erklärung
Eigene Kindheitserfahrung mit dem NachtmahrTeil I, S. 30–33Autobiografischer Bericht
Rote Maus als ausfahrende SeeleTeil I, S. 42–43Erzählüberlieferung
Elven als dämonische WesenTeil I, S. 206–208Dämonologische Überlieferung
Truyd oder AlpTeil II, S. 159Regionaler Begriffsbeleg
Mausgestalt und nächtliche SeelenwanderungTeil II, S. 160–161Erzählüberlieferung
Schutzhandlungen gegen den AlpTeil II, S. 161–163Brauch- und Glaubenszeugnisse

8.2 Was daraus nicht unmittelbar folgt

Praetorius belegt nicht:

  • eine direkte Abstammung der Elwedritsch von der Truyd;
  • eine kontinuierliche Überlieferung vom frühneuzeitlichen Alp zum pfälzischen Elwedritsch;
  • die Existenz einer Elwedritsch unter diesem Namen im Jahr 1666;
  • eine historische Verbindung zwischen dem Truttenfuß und bestimmten pfälzischen Jagdritualen;
  • die Identität von Elven und Elwedritschen.

Diese Grenzen schmälern den Wert der Quelle nicht. Im Gegenteil: Sie ermöglichen eine präzisere Argumentation.

Praetorius dokumentiert einen historischen Vorstellungskomplex, der für die Erforschung der kulturellen Voraussetzungen regionaler Nachtgestalten relevant ist.

8.3 Die besondere Bedeutung des 17. Jahrhunderts

Das 17. Jahrhundert ist als Untersuchungszeitraum besonders interessant.

Es liegt zwischen mittelalterlichen Dämonenvorstellungen und den späteren regionalen Überlieferungen, die im 18. und 19. Jahrhundert zunehmend schriftlich erfasst wurden.

Praetorius zeigt, dass zu dieser Zeit bereits ein komplexes Repertoire von Vorstellungen existierte:

  • nächtliche Angreifer;
  • ausfahrende Seelen;
  • tiergestaltige Erscheinungen;
  • übernatürliche Bedrohungen;
  • Schutzhandlungen;
  • religiöse und natürliche Erklärungsmodelle.

Damit wird eine Vorstellungsgeschichte sichtbar, die nicht erst mit den modernen Sammlungen der Volkskunde beginnt.

9. Konsequenzen für die historische Elwedritschforschung

Die Quelle eröffnet drei konkrete Forschungsrichtungen.

9.1 Eine historische Motivgenealogie statt einer einfachen Namensgenealogie

Die Elwedritschforschung sollte nicht ausschließlich nach dem frühesten Auftreten des Namens suchen.

Ebenso wichtig ist die Rekonstruktion älterer Motive, die später in regionalen Gestalten wiederkehren könnten.

Dazu gehören:

  • nächtliche Bedrängnis;
  • Tiergestalt;
  • schwer fassbare Erscheinungen;
  • Wechsel zwischen menschlicher und übernatürlicher Identität;
  • Abwehrhandlungen;
  • gemeinschaftliche Bewältigung von Angst.

Eine solche Motivgenealogie ist nicht mit einer lückenlos nachweisbaren Traditionslinie gleichzusetzen.

Sie kann jedoch erklären, aus welchen kulturellen Bausteinen spätere regionale Wesen hervorgegangen sein könnten.

9.2 Die Rolle von Migration und kulturellem Austausch

Praetorius dokumentiert Vorstellungen, die in unterschiedlichen europäischen Sprach- und Kulturtraditionen vorkommen.

Das eröffnet eine vergleichende Perspektive auf die Verbreitung und Veränderung von Nachtmahrmotiven.

Für die Pfalz sind dabei insbesondere folgende Forschungsräume interessant:

  • südwestdeutsche und oberrheinische Überlieferungen;
  • elsässische und schweizerische Traditionen;
  • mitteldeutsche Alp- und Trudvorstellungen;
  • die Überlieferungen deutschsprachiger Auswanderer in Pennsylvania;
  • regionale Varianten im Banat und in anderen südosteuropäischen Siedlungsgebieten.

Eine tatsächliche Verbindung muss jeweils durch sprachliche, historische oder ethnografische Quellen nachgewiesen werden.

Praetorius kann hierbei als Vergleichsquelle dienen, nicht als Beweis für konkrete Migrationswege.

9.3 Die Transformation vom bedrohlichen zum humoristischen Wesen

Der vielleicht wichtigste theoretische Ertrag liegt in der Frage nach der kulturellen Transformation.

Praetorius zeigt eine Welt, in der der Alp noch als bedrohlicher Akteur verstanden wird.

Er kann Menschen im Schlaf bedrängen, als Seele eines anderen Menschen auftreten und Tiergestalt annehmen.

Spätere regionale Überlieferungen können solche Vorstellungen verändern, neu kombinieren und humoristisch umdeuten.

Damit wird die Möglichkeit einer kulturellen Entwicklung sichtbar, in der ein ehemals bedrohlicher Vorstellungskomplex in eine spielerische Folklorefigur überführt wird.

Die Elwedritschjagd wäre dann nicht einfach ein erfundenes Gesellschaftsspiel, sondern könnte als spätere kulturelle Neuorganisation älterer Vorstellungen untersucht werden.

Das ist eine Forschungshypothese, die durch weitere historische Zwischenbelege abgesichert werden muss.

10. Fazit: Praetorius als Schlüsselquelle für die Vorgeschichte regionaler Nachtgestalten

Johannes Praetorius liefert mit dem Anthropodemus Plutonicus eine ungewöhnlich reichhaltige Quelle zur Geschichte des europäischen Nachtmahr- und Dämonenglaubens.

Besonders bemerkenswert ist die Verbindung von vier Ebenen:

Erstens: Sprache und Benennung.

Die Zusammenstellung von Alp, Alb, Elve und Trutte dokumentiert einen frühneuzeitlichen Vergleichskomplex, in dem unterschiedliche Bezeichnungen und Vorstellungen miteinander verbunden werden.

Zweitens: Körperliche Erfahrung und Wahrnehmung.

Praetorius beschreibt die körperlichen Erscheinungen des Alpdrückens und reflektiert die Wirkung sozial vermittelter Erklärungen. Seine Aussage „Der Glaube bestätigte den Wahn“ gehört zu den bemerkenswertesten Beobachtungen des Werkes.

Drittens: Mensch, Tier und Geist.

Die Geschichten von ausfahrenden Seelen und mausähnlichen Erscheinungen zeigen, wie durchlässig die Grenzen zwischen menschlichem Körper, Tiergestalt und übernatürlichem Akteur in den damaligen Erzählungen sein konnten.

Viertens: Ritual und Kontrolle.

Die zahlreichen Schutzhandlungen dokumentieren, wie Menschen auf angenommene übernatürliche Bedrohungen reagierten und diese durch symbolische Praktiken zu kontrollieren versuchten.

Für die Elwedritschforschung ergibt sich daraus ein bedeutender Erkenntnisgewinn.

Praetorius beweist keine direkte Abstammung der Elwedritsch von Alp oder Trud. Er zeigt aber, dass die kulturelle Welt, aus der später regionale Nachtgestalten hervorgehen konnten, wesentlich komplexer war als die Vorstellung einer erst im 19. Jahrhundert erfundenen Scherzfigur.

Die Quelle unterstützt damit eine kulturhistorische Forschungsrichtung, die nicht nach einer einzigen Ursprungserzählung sucht, sondern die Wechselwirkung von menschlicher Wahrnehmung, übernatürlicher Deutung, sozialer Weitergabe und kultureller Transformation untersucht.

Der eigentliche wissenschaftliche Wert von Praetorius liegt darin, dass er die historische Tiefenschicht sichtbar macht, in der sich die späteren regionalen Nacht- und Fabelgestalten bewegen.

Literaturverzeichnis

Primärquellen

Praetorius, J. (1666). Anthropodemus plutonicus: Das ist eine neue Welt-Beschreibung von allerley wunderbaren Menschen (Teil I). Magdeburg.

Praetorius, J. (1667). Anderer Theil der neuen Welt-Beschreibung von allerley wunderbaren Menschen (Teil II). Magdeburg.

Digitalisate und Textfassungen:

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Waibler, H. (1979). M. Johannes Praetorius, P.L.C.: Bio-bibliographische Studien zu einem Kompilator curieuser Materien im 17. Jahrhundert. Frankfurt am Main.

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