Elwedritsche
Ursprung, Geschichte & Bräuche
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- Der Alb im Volksglauben der Siebenbürger Sachsen
- Apotropäische Praktiken und magische Schutzvorstellungen der Donauschwaben in der Batschka
- Elwedritsch und Drude – Wie der etymologische Ansatz von Albert Becker (1925) und die lexikalische Überlieferung im Wörterbuch der Banater Mundarten (ca. 1900 – 1960er) die These der Verbindung beider Begriffe gegenseitig verstärken
- Die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen
- Von der Drude zur Elwedritsche
Kategorie: Elwedritsche
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Basierend auf den Inhalten von elwedritsch.de und den aktuellen Ergänzungen auf hiwwe-wie-driwwe.com (Stand Ende 2025) lässt sich die psychologisch-memetische These von Dr. Michael Werner als ein multidisziplinäres Modell beschreiben. Werner betrachtet die Elwedritsch als ein „kulturelles Lebewesen“, das eine evolutionäre Entwicklung von einer antiken Urangst hin zu einem modernen Symbol pfälzischer Identität durchlaufen hat. Hier…
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1) Grundidee Die psychologisch-memetische These besagt, dass die Elwedritsche nicht einfach ein scherzhaftes Pfälzer Fabeltier ist, sondern das kulturelle Endprodukt einer langen Transformation:Wahrnehmungsphänomene (v. a. Schlafparalyse) → Agentenzuschreibung (HADD, unheimliche Projektion) → kulturelle Erzählungen (Alb/Drude) → memetische Veredelung zu einem humorvollen, regionalen Identitätswesen (Elwedritsche). Diese Kombination aus Psychologie, Kognitionswissenschaft und Memetik ist in der deutschsprachigen…
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Abstract. Der vorliegende Aufsatz prüft die These, dass die Elwedritsch (Elwetritsch/Elwedritsche) auf einen nächtlichen „Druckdämon“ zurückgeht — einem Kultur- und Personifikationsprodukt der Verarbeitung von Schlafparalyse-Erfahrungen. Die Analyse vertieft zuvor vorgelegte Rekonstruktionen, bringt ausgewählte historische Quellen als Belege ein (inkl. des Wörterbuchs der Banater deutschen Mundarten als Schlüsselfund) und diskutiert methodische Grenzen. 1. Einleitung Diese Untersuchung…
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Abstract Dieser Artikel untersucht die These, dass der im germanischen Raum tradierte nächtliche Druckdämon — bekannt als Albdrude, Alb, Drude — auf ein proto-indoeuropäisches Dämonenkonzept zurückzuführen ist und dass seine Abwehr durch das Hexafoil-Symbol (sechsstrahlige Rosette) ein überindividuelles, indoeuropäisches Erbe darstellt. Der Beitrag integriert linguistische, genetische und archäologische Argumentationslinien und berücksichtigt insbesondere die Ergebnisse des…
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1. Einleitung Der Übergang von der bedrohlichen Albdrude, einer traditionellen nächtlichen Druckgestalt des germanischen Volksglaubens, hin zur possierlichen Elwedritsch, einem scherzhaften pfälzischen Fabelwesen, das heute sogar „gejagt“ werden kann, stellt ein bemerkenswertes Beispiel kultureller Bedeutungsverschiebung dar. Diese Entwicklung umfasst psychologische, sprachgeschichtliche und kulturhistorische Transformationsprozesse und dokumentiert exemplarisch, wie vormals angstbesetzte Wesen in harmlose oder humorvolle…