Elwedritsche
Ursprung, Geschichte & Bräuche
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- Konvergente Evidenz als epistemisches Argument: Michael Werner und Helmut Seebach über den Ursprung der Elwedritsch
- PTBS, Schlafparalyse und kulturelle Verarbeitung: Holocaust-, Kambodscha- und Ruanda-Überlebende als Analogiefälle zur psychologisch-memetischen Theorie
- Trauma, Schlafparalyse und die memetische Evolution der Elwedritsch
- Posttraumatische Belastungsstörungen, Schlafparalyse und das Hyperactive Agency Detection Device (HADD)
- Nächtliche Druckdämonen in mittelalterlichen und frühneuhochdeutschen Quellen
Kategorie: Volkskunde
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Michael Werner Abstract This article proposes a psycho-memetic framework for explaining the origin, transformation, and extraordinary cultural persistence of the Elwedritsch (also: Elwetritsch, Elbedritsch), a hybrid nocturnal creature-figure from the folklore of the Palatinate region of southwestern Germany. The framework integrates Justin Barrett’s Hyperactive Agency Detection Device (HADD), Aaron Kay’s Compensatory Control Theory (CCT), Peter…
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Einleitung Die pfälzische Elwedritsch gehört zu den bekanntesten regionalen Sagengestalten Südwestdeutschlands. Lange Zeit wurde sie vor allem folkloristisch, humoristisch oder heimatkundlich behandelt. Neuere Arbeiten versuchen jedoch, das Phänomen kulturwissenschaftlich, religionsgeschichtlich und kognitionspsychologisch zu deuten. Besonders hervorzuheben sind dabei die Positionen von Helmut Seebach und Michael Werner, die jeweils unterschiedliche Modelle kultureller Kontinuität vertreten. Im Zentrum…
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Abstract Der vorliegende Beitrag untersucht kritisch den reformationshistorisch-migrationsbezogenen Deutungsansatz des pfälzischen Volkskundlers Helmut Seebach zur Genese der Elwedritsch beziehungsweise Elwetritsch. Seebach interpretiert die Figur primär als Folge pietistisch-schweizerischer Einwanderungsbewegungen in die Pfalz nach dem Dreißigjährigen Krieg und verbindet ihre Symbolik mit alttestamentlichen Reinheitsvorstellungen, insbesondere den Kategorien „unreiner Tiere“ aus Levitikus 11 und Deuteronomium 14. Der…
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Abstract Der vorliegende Beitrag untersucht das von der psychologisch-memetischen These verwendete Modell kultureller Kontinuität im Kontext der europäischen Religions-, Volkskunde- und Kulturtheorie. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass die dort vertretene Deutung der Elwedritsch sowie verwandter Nachtmahr-, Schwellen- und Dämonenvorstellungen zwar mit langen historischen Tiefenlinien operiert, sich jedoch grundlegend von der klassischen Kontinuitätsthese des 19. Jahrhunderts…
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Zur funktionalen Kontinuität nächtlicher Bedrohungsfiguren zwischen Volksglauben, Psychologie und Memetik Abstract Der vorliegende Beitrag entwickelt ein funktionales Modell kultureller Kontinuität am Beispiel von Schlafparalyse-, Nachtmahr- und Drudenvorstellungen. Ausgangspunkt ist die kulturübergreifende Beobachtung, dass Gesellschaften über Jahrhunderte hinweg vergleichbare narrative und rituelle Strategien zur Verarbeitung nächtlicher Angstphänomene hervorbringen. Im Unterschied zu klassischen Kontinuitätsthesen der älteren Volkskunde…