Elwedritsche
Dunkle Gefährten
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- Albdrude und pennsylvanische Grundsau: Kontrolle, Angst, Agentifizierung und Humor im kulturellen Vergleich
- 10 Thesen zum psychologisch-memetischen Ansatz der Elwedritschen-Erklärung
- GEMINI 3 (Released Nov. 18, 2025) DOSSIER
- Kompensatorische Kontrolltheorie (CCT) und apotropäische Rituale gegen nächtliche Druckdämonen
- Der neue – psychologisch-memetische – Ansatz zum Ursprung der Elwedritsche (2025)
Kategorie: Allgemein
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Abstract Der Beitrag stellt die psychologisch-memetische These zur Entstehung der Elwedritsche, wie sie im Buch „Elwedritsche – Dunkle Gefährten“ und auf der Website „elwedritsch.de“ dargelegt sind, vor. Nach diesem neuen Ansatz handelt es sich bei den in der pfälzischen Folklore tradierten Elwedritsche nicht nur um mythologische Fabelwesen, sondern kulturell stabilisierte Projektionen universeller Angstphänomene – insbesondere…
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1. Einleitung In zahlreichen Regionen Europas existieren volkstümliche Bräuche, bei denen Gruppen junger oder unwissender Personen zu nächtlichen Jagden auf Fabeltiere eingeladen werden. Diese Jagden sind nach traditioneller Struktur rituell, komisch, bewusst erfolglos und dienen oft der sozialen Initiation. Die bekanntesten Beispiele sind die Elwedritsche-Jagd in der Pfalz (Deutschland) und die Jagd auf die Gatta…
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Abstract Der vorliegende Beitrag untersucht das Verhältnis zwischen mittelalterlich-frühneuzeitlichen bildkünstlerischen Monstrositäten – Grotesken, Chimären, Drolerien und Gargoyles – und den im Volksglauben verankerten nächtlichen Druckdämonen, deren Erleben heute häufig als Ausdruck von Schlafparalyse gedeutet wird. Aus ihnen haben sich in einem langen Transformationsprozess Elwedritsche entwickelt. Während populäre Interpretationen eine Verbindung nahelegen, zeigt die Analyse aus…
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Abstract Der vorliegende Beitrag widmet sich einer systematischen Paralleluntersuchung zweier prominenter Gestalten der deutschsprachigen Volks- und Mythentradition: der vorchristlichen numinosen Machtfigur Holle (Holda, Hulda, Perchta) und des nächtlichen Druckgeistes Albdrude. Für beide lässt sich eine tiefgreifende Transformation rekonstruieren, die sich über mehrere Jahrhunderte erstreckt und in der Christianisierung, Moralisierung sowie späteren folkloristischen Brechung wurzelt.Die Analyse…
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AbstractDie Vorstellung eines nächtlichen „Druckdämons“ (Schlafparalyse-Dämon), der sich auf die Brust des Schlafenden setzt und Atemnot sowie Panik erzeugt, ist in fast allen indoeuropäischen Kulturen mit auffallend ähnlichen Namen und Merkmalen belegt. Der Beitrag rekonstruiert eine proto-indoeuropäische weibliche Dämonin *mór-eh₂ / *mr̥-h₂ „die Quälerin, die Erdrückende“, verfolgt ihre geographische und chronologische Ausbreitung entlang der indoeuropäischen…