
Die Stryx (von lateinisch strix „Ohreule“; von altgriechisch στρίξ strix oder στρίγξ strinx, „Nachtvogel, Eule“) ist eine fledermaus- oder vorgelartige Kreatur, die sich von Blut und Eingeweiden vornehmlich von Kindern ernährt.
Nach dem römischen Dichter Ovid (43 v. Chr. – 17 n. Chr.) ist es ein hässlicher, nächtlicher Vögel, der angeblich von ihrem zischenden Ruf ihren Namen hat. Oft wird er mit dem Gesicht einer Frau dargestellt. Auch Abbildungen mit Brüsten findet man. Der Name wird hergeleitet von lateinisch stridēre „zischen“, das sich wiederum von griechisch τρίζειν trízein „schwirren, zischen“ ableitet, einem Wort, das der griechische Autor Homer (ca. 8. Jh. v. Chr.) schon für die Geräusche der flatternden Seelen verwendet, die Odysseus in der Unterwelt hört.
In Zusammenhang mit den Striges taucht bereits in der Antike neben dem Weißdorn der Knoblauch als Abwehrmittel auf. Kulturgeschichtlich entwickeln sich Aspekte der Stryx vor allem in der transilvanischen und slowenischen Mythologie weiter. Der Glaube an blutsaugende Vampire entsteht.
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